Ausbildung

Ausbildung

Grundsätzlich kann jeder Hund als Rettungshund ausgebildet werden.

Voraussetzung für die Teilnahme an den Rettungseinsätzen von Hundeführern ist die Volljährigkeit.


Bei der Rettungshundearbeit ist Vertrauen und Teamgeist gefragt. Denn: Nur als Team können Hund und Führer erfolgreich arbeiten. Für die Rettungshundeausbildung ist eine Begleithundeprüfung erforderlich.

In der Regel erfolgt vor der Rettungshundeausbildung ein so genannter Eignungstest. Hier werden die individuellen charakterlichen und körperlichen Eigenschaften des Hundes beurteilt.

Der speziell dafür ausgebildete Hundetrainer überprüft, ob das Tier die notwendigen Voraussetzungen für die Arbeit als Rettungshund mitbringt.

Somit kann ein individuelles Trainingsprogramm für den Hund erstellt werden. Auch die Beziehung zwischen Halter und Tier wird in Augenschein genommen.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


Mantrailing

Unter Mantrailing versteht man die Personensuche, welche mit Hilfe von Arbeitshunden durchgeführt wird. Da Hunde über einen ausgeprägten Geruchssinn verfügen und verschiedene menschliche Gerüche voneinander unterscheiden können, werden die so genannten Mantrailer speziell auf ihre zukünftigen Aufgaben ausgebildet und trainiert. Beim Mantrailing wird die Erkennung eines Individualgeruch einer bestimmten Person trainiert. Der Hund lernt diesen Geruch aus anderen Duftquellen heraus zu filtern. Dabei setzt der Hundeführer, mithilfe eines Geruchsträgers der zu suchenden Person, den Hund auf die Fährte an. Der Hund erlernt dabei, den Geruch zu erkennen und zu verfolgen. Ein trailender Hund darf sich nicht durch äußere Umwelteinflüsse ablenken lassen.

Flächensuchhunde

Der Einsatz von Flächensuchhunden ergibt sich aus der Annahme, dass eine vermisste Person sich in einem bestimmten Suchgebiet aufhält. Dieses Gebiet wird dann von Flächensuchhunden kontrolliert. Die Ausbildung umfasst u.a. die unterschiedlichsten Anzeigearten. Die Hunde lernen, „wonach” sie suchen und „wie" sie es Hundeführer melden.
Der absolute Wille zum Finden ergibt sich aus dem richtigen Training, der passionierten und triebstarken Entwicklung des Hundes  sowie aus dem Spaß, den der Hund bei seiner Aufgabe verspürt. Die Aufgabe des Hundeführers besteht darin, seinen trailenden Hund “zu lesen” und eine besonders enge Bindung zu ihm aufzubauen.

Anforderungen



An den Hund sowie an den Hundehalter werden zahlreiche Anforderungen gestellt. Bestimmte Voraussetzungen sorgen für das bestmögliche Ergebnis bei akuten Einsätzen.


Anforderungen an den Hundeführer:


Die Rettungshundearbeit setzt viel Engagement voraus. So muss der Hundeführer gewillt sein, einen hohen Zeitaufwand zu investieren.

Die Ausbildung sowie das regelmäßige Training können mehrere Stunden in der Woche in Anspruch nehmen. Die Rettungseinsätze können zu jeder Tages- und Nachtzeit stattfinden. Dabei handelt es sich um eine ehrenamtliche Tätigkeit. Der Rettungshundeführer muss über ein hohes Verantwortungsbewusstsein verfügen. Bei Einsätzen wird eine hohe Leistungsbereitschaft gefordert. Aus diesem Grund ist eine übergeordnete physische Belastbarkeit unbedingt erforderlich. Ferner muss der Führer eine große psychische Stabilität besitzen.



Anforderungen an den Hund:


Generell ist es möglich jeden Hund als Rettungshund auszubilden. Bei einer konsequenten Erziehung sind Rasse und Alter irrelevant.

Die Ausbildung erfolgt immer individuell auf die charakterlichen sowie rassespezifischen Eigenarten des Hundes. Idealerweise beginnt die Ausbildung bereits im Welpenalter. Eine aufgeschlossene Arbeitsfreude, hohe Motivation, ein gesunder Körperbau, gute Sozialverträglichkeit und eine gute Kondition sind als Grundvoraussetzungen für das lange Suchen in unwegsamen Gebieten oder in Trümmern unabdingbar. Der Hund muss über einen ausreichenden Impfschutz verfügen und körperlich gesund sein.



Ausbildung zum Rettungshundeteam

Die Ausbildung enthält eine Reihe von Ausbildungsinhalten für den Hundeführer sowie für den Hund. Hund und Halter lernen dabei auf sämtliche Eventualitäten im Katastrophenfall vorbereitet zu sein.


Neben einer hohen geistigen Belastbarkeit, ist Teamgeist gefragt. So bilden nicht nur Hund und Halter ein Team, sondern sie arbeiten in einer Hunderettungsstaffel zusammen.

Je nach Einsatzgebiet und Spezialisierung des Rettungshundes kann dies den Hundeführer an seine körperlichen Grenzen führen. Im regelmäßigen Training wird die Leistungsfähigkeit des Teams erhöht und schafft Vertrauen.

Ausbildungsinhalte



Die Ausbildungsinhalte sind vielfältig und stellen hohe Anforderungen an Mensch und Tier.


Ausbildungsinhalte für den Hundeführer:


Die Ausbildung zum Hundeführer ist sehr umfangreich und umfasst zahlreiche Aufgabengebiete.

Zu den Ausbildungsbereichen des Hundeführers gehört die Sanitätsdienst-Ausbildung, welche Erste-Hilfe-Maßnahmen an Menschen und Tier umfasst. Der Hundeführer erlernt, wie man Einsätze organisiert und zahlreiche Einsatztaktiken, wie z.B. Lagebeurteilung, Sicherheit im Einsatz usw. gezielt anwendet. Karten- und Kompasskunde gehören zu den grundlegenden Ausbildungsinhalten. Doch auch das Grundwissen der Kynologie und das Wissen um die verschiedenen Suchtechniken sowie ein Einblick in die Trümmerkunde werden vermittelt.

Ausbildungsinhalte für den Hund:


Zu den grundlegenden Ausbildungsinhalten für den Hund gilt der Grundgehorsam.

Das bedingungslose Vertrauen zwischen Hund und Hundeführer gehört zu den obersten Prioritäten in der Ausbildung. Nur wenn der Rettungshund auf Sicht- und Lautzeichen ausnahmslos reagiert, ist er in der Lage an Rettungsaktionen teilzunehmen, ohne sich oder andere Teilnehmer zu gefährden. Neben dem Grundgehorsam spielt die so genannte Gewandtheit des Hundes eine übergeordnete Rolle. Diese wird mit Hilfe von Gerätetraining und Geländegängigkeit erlernt. Hierbei wird die Körperbeherrschung trainiert. Der Hund prägt sich ein, wie er seinen Körper gezielt einsetzen kann. Dabei wird u.a. das Begehen von Leitern, wackligem oder brüchigen Untergrund als auch das Balancieren in großen Höhen angeführt.

Während der „Nasenarbeit“ wird der Geruchssinn geschult. Die Nasenarbeit ist in verschiedene Sparten aufgeteilt und entscheidet über die spätere Spezialisierung des Rettungshundes. So kann man zwischen Fährte, Fläche, Trümmer, Wasser oder Lawine und Mantrailing unterscheiden. Ziel ist es, unter Beachtung von Bodenbeschaffenheit, Witterung und Windrichtung die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit des Geruchsorgans des Hundes zu stärken. Nur so kann der Hund nach der Ausbildung eine hervorragende Sucharbeit leisten.

Im Verlauf der Ausbildung muss der Hund lernen selbständig zu „arbeiten“. Dies erfordert ein hohes Maß an Selbstbewusstsein. Gerade bei Flächensuchhunden erfolgt der Kontakt zwischen Hundeführer und Hund auf großer Distanz. Daher muss die Lenkbarkeit gewahrt bleiben. Ferner werden mit dem Tier Anzeigeübungen durchgeführt. Diese erfolgen je nach Wesen des Hundes individuell, können aber auch gezielt gefördert werden.



Prüfung zum Einsatz als Rettungshundeteam



Damit Hunde und Hundeführer für Einsätze der Rettungshundestaffel zur Verfügung zu stehen, muss eine Rettungshundeprüfung abgelegt werden. Diese ist in vier Teilbereiche gegliedert. Geprüft werden Hundehalter sowie der Hund selbst. Theoretische Fragen zu den o.g. Unterrichtsinhalten sind genauso in der Prüfung enthalten, wie praktische Übungen für den Hund. Damit das Hunderettungsteam immer einsatzfähig bleibt, muss die Rettungsprüfung alle 18 Monate wiederholt werden.


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